Wenn Kohlpflanzen von Insekten angefressen werden, bilden sie Bitterstoffe (Senföle). Weil diese nicht gut schmecken, suchen sich diese Insekten meist eine andere Pflanze. Die Raupen des Großen Kohlweißlings (Pieris brassicae) jedoch sind an die Bitterstoffe der Kohlpflanze angepasst und fressen weiter.

Um die Raupen dennoch abzuwehren, verströmen die Kohlpflanzen Duftstoffe. Diese chemischen Signale locken Kohlweißlings-Brackwespen (Cotesia glomerata) an, die ihre Eier in die Raupen des Großen Kohlweißlings legen und diese damit töten – gut für die Kohlpflanze!

WissenschaftlerInnen des Forschungszentrums iDiv untersuchen in Experimenten, wie die Pflanzen versuchen, sich gegen die Angriffe ihrer Fraßfeinde zu schützen. Die Ergebnisse finden Anwendung in der Landwirtschaft und der Pflanzenzucht. Ein Experiment zur Untersuchung der Bitterstoffe ist in den Exponaten aufgebaut.

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