Die meisten Regenwürmer ernähren sich von toten Blättern. Manche Regenwurmarten leben oberirdisch in der Laubstreuschicht, andere leben unterirdisch und graben Tunnelsysteme. Dabei verschleppen sie Laub von der Streuschicht in den Untergrund. Auf diese Weise wird die Belüftung, Wasserversorgung und Nährstoffverfügbarkeit im Boden verbessert, was das Pflanzenwachstum fördert. Durch das Graben erzeugen Regenwürmer außerdem neue Lebensräume für andere Bodentiere und Mikroorganismen. Man bezeichnet sie deshalb oft als Ökosystem-Ingenieure.

Was bei uns gut ist, ist ein Problem in den Laubwäldern Nordamerikas. Diese Wälder sind seit der letzten Eiszeit regenwurmfrei und nicht an diese Tiere angepasst. Aus Europa eingeschleppte Regenwürmer stören in Nordamerika die Ökosysteme und verringern die Vielfalt an Pflanzen und Bodentieren. WissenschaftlerInnen des Forschungszentrums iDiv untersuchen dieses Phänomen. In den Exponaten wird das näher erläutert.

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