Erstaunlich viele Tierarten können in unseren Gärten leben und dort Nahrung finden. Mit ein paar einfachen Maßnahmen kann man seinen Garten leicht in ein persönliches Naturschutzgebiet verwandeln.

Vögel

Amsel, Kernbeißer und Rotkehlchen fressen vor allem die Früchte von
Brombeere, Holunder und Weißdorn. Star, Grünfink und Zeisig bevorzugen dagegen die Beeren der Hagebutte. Während Hänfling, Neuntöter und Buchfink in den oberen Strauchbereichen brüten, lieben Rotkehlchen, Zaunkönig und Zilpzalp eher die unteren Bereiche und das Gehölzinnere. Den Bruterfolg von höhlenbrütenden Vögeln wie Meise oder Kleiber kann man mit dem Anbringen von Vogelhäuschen unterstützen.

Fledermäuse

Fledermäuse, wie das Mausohr (Gattung Myotis), fressen gerne Laufkäfer, während das Langohr (Gattung Plecotus) lieber Jagd auf Nachtfalter macht. Mückenfledermäuse (Pipistrellus pygmaeus) hingegen fressen Mücken – bis zu 1.000 Stück in einer einzigen Nacht! Mit speziellen Fledermauskästen kann man diesen nachtaktiven Flugkünstlern einen Unterschlupf bieten. Dabei eignen sich für spaltenbewohnende Arten Flachkästen und für asthöhlenbewohnende Arten sogenannte Raumkästen.

Wildbienen & Co.

Pflanzen wie Wildrose, Aster und Schmetterlingsstrauch bieten Wildbienen und Schmetterlingen besonders viel Nektar. Neben Honigbienen bestäuben Hummeln und andere Wildbienen unsere Nutzpflanzen und tragen damit wesentlich zu unserer Nahrungsversorgung bei. Viele Wildbienen nisten gern in Insektenhotels oder Hummelnistkästen. Diese Nisthilfen sollten sorgfältig verarbeitet sein.

Weitere Infos auf www.hummelfreund.com

Igel & Co.

Igel fressen hauptsächlich Insekten, Insektenlarven und Regenwürmer.
In geringeren Mengen fressen sie auch kleine Wirbeltiere, Aas, Früchte und Wurzeln. Bodenbewohnenden Tieren wie Igeln oder Erdkröten kann man mit Aufschüttungen aus Totholz, Steinen, Reisig oder Laub einen Unterschlupf bieten. Häufig finden sich dort auch andere Tiere ein, wie z. B. Käfer, Spitzmäuse oder Eidechsen.

Bilder: Tilo Arnold

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